Gewandung

Gewandung im Mittelalter

Die Kleider der Frauen, wie auch die der Männer, unterliegen im Mittelalter einer fließenden Veränderung, abhängig von verschiedenen Faktoren

Zu Beginn des Mittelalters orientiert man sich noch sehr stark an den antiken Einflüssen, weite Gewänder, geringstmöglicher Aufwand bei der Herstellung, zufälliger Faltenwurf und hauptsächliches Zusammenhalten der Stoffe durch Schließen wie zum Beispiel die Fibel.

Ab dem 11.Jh kann man dann von einer Entdeckung der Taille sprechen. Gewänder weren entsprechend der Körperform geschneidert. Vormals nur in Hausarbeit erstellte Kleidung wird nun vermehrt vom Schneider, dem Zuschnitt-kundigen, hergestellt.

Charakteristische Details wie Zaddeln oder Miparti sind auch Ausdruck der Spezialisierung des Handwerks und betonten den gesellschaftlichen Status: die körpernahe Kleidung erforderte nicht nur Hilfe beim An und Ausziehen sondern auch Innovationen wie Knöpfe, Schnürungen, Schließen, Schamkapsel, etc.

Durch Entdeckungen und Gewinnung neuer Rohstoffe im erstarkenden Handel des Spätmittelalters bestimmte das Vorhandensein oder auch das Fehlen der gewünschten Farbstoffe oder Mittel zur Färbung, bestimmten die neuen Techniken in der Textilherstellung die Mode.

Die Burgundische Mode zum Beispiel entwickelte erste Modetrends, wie das „Ideal der Langgestreckten Gestalt“ oder schwarz als Modefarbe.

(nach Harry Kühnel, Bildwörterbuch der Kleidung und Rüstung, Alfred Kröner Verlag 1992)

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